Punch Needle Guide für textile Klebstoffe bei Punch Needle Projekten

Teil 2 der Punch Needle Serie

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Falls ihr bereits mit der Punch Needle Erfahrung gesammelt, euch ein Kit angeschafft habt, oder plant, in dieses wirklich coole DIY Thema einzusteigen, kommt ihr um das Finish der Punch Arbeit nicht herum.

Mit dem Finish meine ich, die Stickerei mit der Punch Needle für den letztendlichen Zweck vorzubereiten.

Textilkleber findet man in fast allen Punch Needle Sets und bekommt es als Empfehlung für das Fixieren von den Schlaufen auf der Rückseite. Diese werden nämlich nur durch die Spannung des Stoffes festgehalten. Zieht man an einer Schlaufe, löst sich das Garn und hin ist die schöne Arbeit.

Deshalb trägt man ordentlich Textilkleber auf die linke Seite auf und lässt es durchtrocknen. Die Stickerei bleibt so felsenfest im Mönchstoff stecken.

Durch etliche Schlaufen, die ich im vergangenen Jahr gepuncht habe, konnte ich einige Erfahrungen mit Klebstoffen sammeln und bin auf ein paar sehr hilfreiche Geheimtipps gestoßen.

Flüssiger Textilkleber

Den flüssigen Textilkleber* benutze ich nicht nur für die Rückseite der Stickerei. In diesem Beitrag zeige ich ausführlich, wie ich den Textilkleber auf die Punch-Kante auftrage, damit sich der Mönchstoff nicht auflöst.

Der flüssige Textilkleber (oft weiß und nicht allzu zäh) lässt sich super mit einem Pinsel auftragen. Nur noch durchtrocknen lassen und auf das endgültige Maß zuschneiden.

Punch Needle Patches oder Applikationen werden mit dieser Technik schön sauber.

Fransenstopp

Einen ähnlichen Effekt erzielt ihr mit dem Fransenstopp*. Besonders bei feineren Stoffen, also feiner als Mönchstoff, der dünneren Nadel und Stickgarn gibt dieser Klebstoff gerade so Festigkeit, damit die Fäden nicht ausfransen.

Der große Vorteil ist, dass dieser Kleber transparent und fast nicht sichtbar ist.

Mein Tipp – Fransenstopp auf semitransparenten dünnen Stoffen anwenden, wo die Partie, auf die der Klebstoff aufgetragen wird, zu sehen ist.

Sprühkleber

Der Sprühkleber von Prym war eine echte Entdeckung für mich. Davor habe ich ausschließlich die flüssigen Textilkleber für die Rückseite von Patches benutzt. Der Nachteil – der flüssige Kleber braucht Trocknungszeit und wenn man es eilig hat und die Rückseite zu früh beklebt, bekommt man unschöne Flecken.

Der Sprühkleber dagegen ist trocken und bildet eine weiße Pulverschicht auf den Schlaufen. Darüber lege ich dann ein Stück passenden Stoff und bügel das Ganze. Das Pulver wird durch die Hitzte aktiviert und verklebt die beiden Schichten miteinander.

Zudem macht diese Extra – Klebeschicht das Patch stabiler.

Schmelzklebefaden

Der Schmelzklebefaden* ist ein Produkt, das ich schon lange in meiner Schublade habe liegen haben und wofür ich keine Anwendung finden konnte. Bis jetzt! Hier kommt mein konkretes Beispiel für die Anwendung.

Manche Puncharbeiten werden perfekt von beiden Seiten. So wie das runde Gesicht auf dem Bild. Ich konnte mich einfach nicht entscheiden, welche von den Seiten ich „opfern“ soll. Die Lösung war: Keine!

Mit einer feinen Nadel habe habe ich Stiche durch die langen Schlaufen gezogen. Ich habe mich spiralartig von außen nach innen gearbeitet und kurze Stiche relativ dicht nebeneinander gesetzt. Ich habe auch darauf geachtet, dass der Faden nicht sichtbar war. Anschließend habe ich die Punch Needle Arbeit mit dem Bügeleisen gedämpft. Nur mit einer leichten Berührung des Eisens mit der Wolle, um die Schlaufen nicht zu plätten.

Der Klebefaden ist geschmolzen und hat die Wolle quasi an der Wurzel verklebt. So entstand dieses Wendegesichtchen!

Flüssiger Bastelkleber

Mein letzter Tipp ist Bastelkleber. Besonders geeignet ist er, wenn nichts anderes zur Hand ist und ihr nicht unbedingt den guten Textilkleber verbrauchen wollt. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Stickerei nie in der Handwäsche o.ä. landet.

Wenn ihr euer Kunstwerk beispielsweise an die Wand hängen wollt, dann reicht eine dünne Schicht flüssiger Bastelkleber für die Rückseite. Tragt es sauber auf die Rückseite auf und lasst es gut durchtrocknen.

Zum Nähen oder für sichtbare Stellen ist der Bastelkleber nicht geeignet, da er die Nadel verstumpfen lässt und mit der Zeit vergilbt.

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